Martha Laux

Künstlerin, Coach und Mutter zweier Töchter. Leitet seit 2003 Seminare, seit 2011 auf der Bühne. Das Wort und die Sprache sind Martha's Handwerk, das Lernen zu lehren ihr Ziel, die Widersprüche dieser Welt zu vereinen ihre Fähigkeit. 

Martha Laux

Über mich auf einen Blick

Geboren 1984 in Altenburg, aufgewachsen in Dresden, weiter gewachsen in Leipzig, Magdeburg, Indien, Italien und Berlin. Nun wieder zurück in Dresden und Mutter zweier Töchter. Nach meinem Abitur begab ich mich auf die Suche nach geeigneten Orten zum Lernen und Lehren. An den gesellschaftlich dafür vorgegebenen Orten wie Uni oder Berufsausbildung bin ich in den meisten Fällen gescheitert, und habe mich stattdessen auf alternative Wege begeben. Ich war in der politischen Bildungsarbeit tätig, als Tantra- und Erotikmasseurin, bin Trainerin der Gewaltfreien Kommunikation und habe auf nicht wenigen Selbsterfahrungsseminaren recht viel nicht nur über mich selbst erfahren. Und weil die Absurdität all der Zusammenhänge dieser (und aller anderen) Welten manchmal schwer zu erfassen ist, bringe ich meine Gedanken auch als Künstlerin auf die Bühne.

Was mir am Herzen liegt

Was mir am Herzen liegt ist Versöhnung. (Auch wenn mir dieser Begriff etwas zu christlich geprägt ist.) Die Welt ist für mich ein großes System voller Dualitäten, die in ihrer Gleichzeitigkeit Leben ermöglichen. Und im Unterschied zum immer proklamierten Wachstum und der gleichzeitigen Suche nach „Erholung“ oder Sicherheit, bedeutet für mich Leben viel mehr die Gleichzeitigkeit von Entwicklung und Geborgenheit, von Einatmen und Ausatmen, 

Entwicklung bedeutet für mich etwas, was fern ab von „Verbesserung“ liegt, genauso wie der Kirschkern nicht weniger erstaunlich ist, als der Kirschbaum.
Was ich will ist, Orte zu schaffen, an denen solch eine Entwicklung stattfinden kann. Und dies geschieht oft eben gerade dadurch, daß an diesen Orten die Dinge genau so wie sie sind, sein dürfen.

Und worin ich glaube meine Fähigkeit zu sehen, ist, daß es mir unmöglich ist, von einer Schattenseite nicht auch eine Lichtseite zu sehen. Und daß ich darum zwei noch so große Widersprüche oft recht einfach zugleich sehen und sein lassen kann. Was mir eher schwer fällt ist, den Menschen begreiflich zu machen, wie wunderschön der Moment ist, wenn dieser Widersprüche beginnen, miteinander zu tanzen :)

Ausbildungen, fachliche Kompetenzen

  • Ausbildung zur Trainerin der Erwachsenenbildung (2004/05, Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen)
  • Arbeit mit Vorschulkindern im Devi Sarasvati India Trust, (Indien, 2005/06)
  • Ausbildung zur Tantra- und Erotikmasseurin bei Sinnesart und Michaela Riedl (2011)
  • Ausbildung in schamanischer Technik und Praxis (Loon Schneider und Waheo König, Märstetten/ Schweiz, 2012)
  • Praktika in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Arnsdorf (2013) sowie Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (2014) u.a.
  • Ausbildung zur Trainerin der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall Rosenberg (2013, 2016-2018, echtjetzt GbR, Sören Bendler / Sören Heise)
  • Leitung und Co-Leitung verschiedener Seminare sowie Fort- und Weiterbildungen (seit 2003, zum Thema Methodik und Didaktik, Leitung von Gruppen, Gewaltfreie Kommunikation, u.a.)
  • Arbeit als Künstlerin, Aufführung eigener Texte und Lieder (seit 2011)

Besondere Stationen meines Lebensweges / Credo

Ich habe in meinem Leben viele verschiedene Dinge ausprobiert, bin gereist, habe Projekte begonnen, kann ein paar Instrumente ein wenig spielen, habe verschiedene Sprachen gelernt und Interessen gepflegt, und habe die unterschiedlichsten Menschen meine Freunde genannt.
Und lange habe ich geflucht, und gesagt, ich könne „von allem ein Bisschen, aber nichts richtig“. Bis ich nach und nach das Ganze in einem etwas größerem Zusammenhang gesehen habe, und gemerkt habe, daß vielleicht genau das Teil meiner Gabe ist: daß ich vor allem gut darin bin, die Dinge in ihrer Grundsätzlichkeit zu betrachten, und die Prinzipien zu finden, die allem innewohnen. Ich bin in der Tat nicht gut darin, eine einzige Sache zu beginnen und sie zu einem Abschluss zu bringen. (Und ich beneide bis heute die Menschen, die es sind.) Aber ich weiß um den Zauber von Anfang und Ende. Es fällt mir in der Tat schwer, mich auf eine einzige Sache zu konzentrieren und oft tue ich mehrere Dinge gleichzeitig. Aber dafür weiß ich um den Zauber der Gleichzeitigkeit. Und ich kann in der Tat von vielen Dingen ein bisschen, und in keinem davon bin ich Profi. Dafür weiß ich, daß Systeme dann gesunden und gelingen, wenn von allem ein bisschen dabei ist. Und in solchen Systemen eine Balance zu finden und zu halten, darin bin ich gut.  

Wir stellen unseren SeminarleiterInnen dieselben sechs Interview-Fragen – hier findest du ihre ganz persönlichen Antworten:

Was ist dir wichtiger: Lieben oder geliebt werden?

Wenn meine Tochter mir einen Kuss gibt und sagt: „ich hab dich so lieb Mama“, liebt sie in diesem Moment mehr, oder wird sie mehr geliebt?

Womit solltest du anfangen?

Dinge zu Ende zu bringen.

Wann hast du zuletzt wirklich etwas riskiert und was war das?

Ich habe Schauspielunterricht genommen.

Was hat dich in deinem Leben bisher weiter gebracht: Vernunft oder Unvernunft?

Ach diese Trennungen… (In Indien eher die Vernunft. In Deutschland eher die Unvernunft)

Hättest du dich gern selbst als Freund?

Ja

Bist du eher ein Weltenbummler oder eine Heimatscholle?

Gegen das Fernweh hilft nur das Heimweh (Aus: Es Ist Still Auf Dem Rastplatz Krachgarten von Gispert zu Knyphausen)

 

Termine mit Martha Laux: